Hallo meine Leser,
anbei ein kleiner Bericht meiner 2. Knie OP, die ich übrigens sehr gut überstanden habe – das gleich vorweg, um die Spannung zu nehmen.
Mittwoch 9.9.09, an dem sehr beliebten Hochzeitstag, war es ja soweit. 8:00Uhr hatte ich Termin in der OKM (Orthopädie Klinik Markgröningen), um mich zur OP anzumelden und schon 7:45Uhr standen wir schon vor den Türen. Leider nicht die ersten, sondern mit der Nummer 007 – man zieht da ja so Zettel wie man es auch gerne auf KFZ-Zulassungsstellen macht.
Danach ging es auf die Station G in den 2. Stock und meldete sich bei den Schwestern. Gab seine Unterlagen ab und diese zeigten einen das Zimmer und man konnte sich schon einrichten. Danach hieß es warten, warten und nochmals warten. In unserem Fall, weil R. hatte mich ja gefahren, 6h warten und das mit nüchternem Magen.
Nein, hier ist nicht etwa Alkohol gemeint, sondern vorallem Essen. Wir warteten bis 14:20Uhr auf den Abruf ohne Essen und R. traute sich auch nicht mich 5min alleine zu lassen, um etwas zu für sich zu holen, weil sie befürchtete, dass sie mich genau dann abholen – tja, Murhpys Gesetz halt.
Die Verabschiedung ging schnell, viel zu schnell und schon verschwand ich im langen Gang, neben meinem Bett herlaufend, zum Vorbereitungsraum. In der Schleuse hieß es erstmal bis auf die Unterhose die Kleidung abzulegen, so eine typisches Krankenhaushemd, wie man es aus dem TV kennt, anzulegen, eine Haube und paar sterile Hauschuhe. Paar Sekunden später ging es in den Vorbereitungs- und Aufwachraum. Dort wurde dann das Bein rund um die Stelle rasiert, was diesemal sehr flott ging, da ich ja schon vorgearbeitet hatte
Es wurden so Pöppel an verschiedene Stellen geklebt, die dann mit einem Apparat verbunden wurden, die Herzstrom Puls, Blutdruck, etc. überprüften. Dazu gehörte auch dieser Fingerklip, der über den Zeigfinger geklemmt wurde, der auch sowas prüfte. An der rechten Hand wurden dann ein Zugang gelegt, über den später das Narkosemittel zgeführt wurde. Im ersten Moment aber erstmal nur ein Beruhigungsmittel. Mein OP arzt Dr. Schulz kam und wir unterhielten uns. Ich wies ihn noch auf die mitgebrachten Kernspindaufnahmen von letztem Jahr hin, die er sich auch gleich nochmals anschaute. Er meinte, oh das werden dann wohl doch 3 Wochen Krücken, nicht 2 wie in der Vorbesprechnung gesagt.
Dann kam auch schon der Anestesist und schob mich samt Bett in den OP Raum, wo es übrigens ziemlich kalt war. Es war 15:05Uhr auf der Uhr des Vorbereitungsraums.
Hier ging dann alles sehr schnell. Erst wurde ich auf den OP Tisch umgebettet, dann das wurde das Narkosemittel angeschlossen und ich habe leichte Sauerstoff zufuhr bekommen. Das gute Nacht wünschen habe ich glaub schon gar nicht mehr mitbekommen, ich war paar Sekunden später in dei Traumwelt entschwunden.
Eine Stunde später wachte ich an der Stelle wieder auf, wo sie mich im Vorbereitungsraum abgeholt hatten. Es war ca. 16:08Uhr und die Schwester fragte mich ob ich eine Bretzel essen möchte, damit der Kreislauf wieder in Schwung kommt. 
ABER GERNE DOCH, ich hatte ja den ganzen Tag noch nichts gegessen. Paar Minuten später wurde ich dann auch schon wieder zurück in Zimmer gebracht. Diesmal saß leider noch keine R. da, da man ihr ja sagte es dauert ca. 3h und letztes Mal waren es ja locker 3,5h. Dafür kam die versprochene Suppe und auch gleich noch dazu das Abendessen und bekam endlich was in den Bauch. Mir ging es eigentlich wunderbar. Keine Nachwirkung von der Narkose, oder sonstige Probleme. Supi.
1,5h später besuchte mich dann R. mit einem süßen Mitbringsel und sichtlich erstaunt, dass ich schon so lange auf meinem Zimmer war
ich war übrigens alleine im Zimmer, was mir auch sehr gut gefiel, so störte man niemand. Diesmal nahm ich mir aber fest vor, schon Mittwochs in Begleitung der Schwester aufzustehen, da es mich ja letztes Jahr so umgehagelt hatte bei der Treppenübung. Je früher der Kreislauf sich wieder daran gewöhnt desto besser ![]()
Der Stationsarzt kam noch genauso wie der OP Arzt und brachte den OP Bericht und wir unterhielten uns. Aus 3 Wochen Krücken wurden 4 Wochen Krücken ![]()
Die Diganose war das Fehlen eins 2€ großen Stücks Knorpel hinter der Kniescheibe – MIST. Auch hier fand wieder eine Auffrischung statt, d.h. das Anbohren der Kniescheibe, nur diesmal halt nicht an einer Belastungsstelle. Von meinen Unterlagen die ich aus 2008 mitgab, kam allerdings leider nur mein MRT (Kernspind) wieder zurück, wo ich dann bei den Schwestern gleich mal Einspruch erhob. Sie meinten, müsste man am nächsten Tag nochmals nachfragen, wenn der Vorbereitungsraum wieder offen ist, da sie Abends nichts machen können.
Ich gab auch noch meinen Eltern bescheid, damit diese beruhigt ihren Urlaub auf Sylt weiter genießen konnten und so verbrachte ich eine sehr ruhige und gute Nacht bis um 6:00Uhr, wo ich wie üblich, wach wurde. Zweimal merkte ich Nachts den angekündigten Kontrollgang der Schwester, aber sonst war wirklich alles wunderbar.
Keine Schmerzen, keine Übelkeit, nichts. Ich machte schon Mittwoch Abend nach der OP ein paar Beinübungen, die ich noch von letztem Jahr her kannte, um der Trombose entgegen zu wirken. Donnerstag Morgen hieß es dann: “Nach dem Frühstück darfst du mal alleine aufstehen.” *yeah*
Achso, morgens gab es noch erst die Trombosespritze und die Tabletten, aber ich bekam auch Besuch. Und um 7Uhr bekam ich einen Zimmernachbarn. Ibrahim, Türke, gen. Ibo, der lustiger Weise auch aus Stammheim kam, wurde sein Bett gezeigt. Schon in den ersten Minuten merkte man ein sehr netter, der genauso nervös wie ich war, vor der OP. Übrigens seine erste OP und bei ihm wurde das Kreuzband das rechten Knie gemacht. Bei ihm ging es ratz fat – er hatte nicht mal Zeit sich einzurichten, da standen die Schwestern schon da und holten ihn zur OP ab.

Wie immer war der Vormittag dann wie auf dem Bahnhof. Nonstop kommt jemand und geht jemand. Die Putzkolonne, der Eismann, der das Eis für die Kühlmanschette wechselt, die Schwester die das Frühstück bringt, die Schwester die das Frühstück wieder abholt. Der Stationsarzt, um nochmal zu plaudern und Bericht zu geben und mir zu sagen, ich darf Freitag früh raus, was ich persönlich, damit R. ausschlafen kann, auf Mittags verschob. Und dann die von der Physiotherapie mit Übungen, Erklärungen, usw. So geht das den ganzen Vormittag, man ist kaum 10min alleine im Zimmer.

Um 9:20Uhr rum, kam dann Ibo auch schon wieder zurück, aber total grün im Gesicht. Ihm bekam die Narkose wohl gar nicht gut, denn den ganzen Donnerstag war ihm schlecht, er musste sich übergeben und wechselte seine Gesichtsfarbe von grün in weiß und wieder zurück. Er tat einem richtig leid.
11:30 Uhr: Mittag
12:30 Uhr: Termin bei der Physiotherapie im 3. Stock
usw.

14:00 Uhr: Besuch Nico und Olli. Die standen auf einmal im Zimmer und besuchten mich – auch sehr nett. Und ich Dussel verpennte Nico zu gratulieren, was ich aber gleich nachholte.
16:00 Uhr: mein Schlauch wurde gezogen und der Abschlußbericht vom Stationsarzt übergeben.
18:00 Uhr: R. und Andy kamen mich nach erfolgreichem Trainingsmatch, der Vorbereitung für die heutige Mixed Meisterschaft in Schwieberdingen, wo Andy mich als Partner für R. ersetzt, mich besuchen.
Das war auch schon der Donnerstag. Und meine Mappe wurde nach nochmaligem Hinweis am frühen morgen beim Stationsarzt, auch wiedergefunden und mir gebracht
Ein gutes Haus verliert halt nix.
Freitag nochmal Frühstück, Abschlußbesuch vom Stationsarzt und schon ging es gegen 12 Uhr heim.
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