Der ‘WEIßE’ Sport

Der ‘WEIßE’ Sport

Diesmal ist die Überschrift echt schwierig zu bestimmen, denn es hätten so viele sein können. Von ‘Atomparty’ über ‘Welcher ist der geilste Verein im WTB’ bis hin zu ‘Verbandsklasse wir kommen’ und das war jetzt nur eine sehr kleine Auswahl und alle würden sie zutreffen.

Aber fangen wir vorne an. Gestern war der letzte Spieltag der 1. Herren des TCS und da ja der Aufstieg in die Verbandsklasse schon feststand, waren auch, wie zu erwarten, die entsprechenden Feierlichkeiten in die Wege geleitet. Aber begonnen hat der Tag erstmal mit einem hervorragenden Brunch, welchen die 1. Damenmannschaft für uns organisiert und vorbereitet hatten. So begrüßten sie uns morgens um 10:30Uhr im Clubhaus in kurzem Jeansrock, weißem Oberteil und Hawaikette um den Hals – GENIAL.

1_damen

Der Tisch war gut gedeckt mit Wurst, Käse, Rührei, Speck, Brötchen, O-saft, u.v.m.. Es blieb kein Wunsch offen würde ich sagen und gut genährt, bereiteten wir uns gegen 12:30 langsam auf das Spiel gegen Bietigheim vor. Vorerst wurden aber erstmal durch unsere inoffizielle Physiotherapeutin Friederike, Schwester von Kata aus der Damenmannschaft, die Kranken und Ledierten versorgt (Ich glaub für die kommende Saison buchen wir die Rundumbetreuung :-D ).

brunch

rundumbetreuung

Da unsere Anlage diesmal sehr voll war und die Damen 30, sowie die Herren 40 noch in den Doppeln steckten, und zusätzlich auch noch die Herren 3 auf der Anlage, mit uns um 14Uhr beginnen wollten, war die Situation erstmal ziemlich unübersichtlich. Dazu kam noch etwas Verwirrung, weil unser Gegner zwar mit 7 Leuten angereist war, aber wohl nur 5 Personen in der Lage waren zu spielen, bzw. 2 sich kurzfristig verletzt hatten. So war die Frage, wer bei uns nicht spielen wird, bzw. welches Spiel bei den Gegner ‘abgeschenkt’ wird. Entweder traf es Robert und Nico an Position 5 und 6. Alle wollten Spielen, aber schlußendlich erklärte sich Robert bereit auszusetzen – ziemlich hart an dem letzten Tag.

Gestartet wurde mit Micha auf Platz 1. Kurz darauf wurde auch Platz 2 und 7 frei auf dem Alex und das erste Herren 3 Spiel starteten. Stück für Stück wurden dann die Damen 30 mit den Doppeln fertig, so dass auch die anderen Plätze mit den restlichen Herren 3 Matches und Nico auf Platz 6, diesmal an Position 6 spielend, sein Spiel gegen Andreas Knorr, Bruder unserer Nummer 2, Michael Knorr, starten konnte. Im Grunde war alles ziemlich unspannend und bis auf mein Einzel an Nummer 1 wurde alles gewonnen. Bei mir war irgendwie das Laufen trotz Spezialverband diesmal ganz schwer, denn ich hatte noch mit den Nachwehen, von vor 2 Wochen zu kämpfen. Hätte ich gewußt, dass es so problematisch ist, dann wäre es wohl besser gewesen draussen zu bleiben und stattdessen Robert spielen zu lassen, aber auf dem Platz war es dann zu spät. Ich verlor 4:6 2:6 – an der Stelle ein dickes Entschuldigung an Robert.

Die Doppel waren nur noch eine Funveranstalltung, da alle zum Feiern übergehen wollten und Bietigheim auch im Einzel ihren letzten wichtigen Nicht-Abstiegspunkt geholt hatten.

Leider erging es der Herren II in Kirchheim, bei denen es um den Aufstieg ging, nicht so gut. Sie verloren denkbar knapp im Matchtiebreak, so dass es nach den Einzeln 3:3 stand. Bei den Doppeln gingen leider 2 verloren und so konnte auch dieses Jahr der Aufstieg schon wieder nicht geschafft werden. Eigentlich total unfair, denn über die ganze Saison haben sie so gut wie keine Punkte abgegeben – sie gewannen alles hoch mit 9:0 oder 8:1, genau wie ihrer Gegner aus Kirchheim. Im Grunde müssten beide Mannschaften aufsteigen, denn sie gehören beide nicht mehr in diese Klasse und haben Potential für mehr.

Nach der anschließenden Grillrunde wurde das 50l Bierfass angezapft und die Feierlichkeiten eingeleutet, die mit Musik, Tanz und viel Spaß bis weit in die Nacht reichten. Auch die 2. Herren konnten irgendwann etwas von ihrer niedergeschlagenen Laune ablegen und feierten mit.

Bilder gibt es wie immer in meiner Gallery -> KLICK MICH

PS: Weißer Sport?
Ja, genau, wieso die Überschrift, ‘Weißer Sport’. Tennis ist ja auch heute noch verschriehen als der weiße Sport. Der Sport wo man viel Geld benötigt, den sich nicht jeder Leisten kann, wo es immer gesittet, fein und elitär zugeht, wo man mit weißem Strickpulli rumläuft und denkt man ist was Besseres.
Nun, der TC Schwieberdingen ist ein Verein, der in dieses Schema mal so gar nicht reinpasst. Hier wird gefeiert, Party gemacht, es gibt keine klaffende Lücke zwischen der Jungend, den Herren und den Senioren. Alle machen mit, feiern mit und tragen zu einem wunderbaren Vereinsleben bei. Ich denke die Bilder sprechen für sich und in den letzten 30 Jahren Tennis, habe ich sowas noch in keinem Verein erlebt. Für mich der Beste Verein in ganz Württemberg, wenn nicht sogar in Deutschland, wo die Zusammengehörigkeit ungelaublich ist und wo es unheimlich Spaß macht Tennis zu spielen. Ich finde so sollten alle Vereine sein, dann wäre der ‘Weiße Sport’ auch wieder viel mehr im Kommen.