Ein Abend bei OPEL

Unglaublich!

Als ich am Dienstag vor 2 Tagen beim Kunden war, sah ich Abends ein Anruf mit einer mir unbekannten Nummer, die ich auf der Heimfahrt einfach mal zurückgerufen habe (mach ich sonst eigentlich nie, weil, wenn es wichtig ist, wird derjenige sich ja sicher nochmal melden *duck*). Leider nicht erreicht, rief mich derjenige dann paar Minuten wieder zurück und fragte mich, ob ich an einer Opel Werkstour teilnehmen möchte, denn ich hatte mich dafür angemeldet …

Angemeldet? Hmmmm, ok, stimmt, da war mal was. Auf der www.opel.de Seite gibt es myOPEL, eine Initiative von Opel, um mehr Kundennähe zu bekommen. Dort konnte man sich vor Wochen für eine Werksführung für den 29.04.09 18:00Uhr in Rüsselsheim anmelden. Kurz und gut, ich sagte zu, wärend ich schon krampfhaft überlegte wie ich es zeitlich hinbekomme, da ich ja tagsüber Kundentermine habe.

Aber irgendwie habe ich es doch geschafft, mich vom Geschäft loszueisen und so machte ich mich am Mittwoch um 15:30Uhr, nicht zu wissen was mich genau erwartet, auf den Weg nach Rüsselsheim. Dank Regen und Verkehr war ich doch ganze 2h unterwegs und begab mich in das Opel Forum am Bahnhofsplatz in Rüsselsheim. Dort wurde auch schon das Buffet aufgebaut *freu* (ich hatte wegen Zeitmangel nichts gegessen und hate tierischen Hunger)
20 Leute waren da, es gab eine kleine Ansprache, dann essen und schon ging es los mit dem Opel Bus durch das Firmengelände, wärend ein Mitarbeiter der für die Objektplanung zuständig ist, über die Historie und Opel selbst zu erzählen. Dies war schonmal sehr interessant.

Als erstes ging es in das Opel Kino mit einer kleinen plastischen Darstellung der verschiedenen Orte der Herstellung. Von Anlieferung, Presswerk, Karosseriemonatage, Lackiererei über Endmontage und Kontrolle hat man hier erstmal einen sehr schönen Einblick erhalten, was und vorallem wie bei Opel gearbeitet wird. Gleich danach ging es weiter in das Presswerk. Extrem beeindruckend, wie 20 Tonnen Coils (Blechrollen) mal eben von links nach rechts gehieft, zugeschnitten, gestanzt, gezoge und zurechtgebogen werden. Von dort ging es weiter zur Karosseriemontage und hier legt man wirklich das Auge weg. Laut dem Leiter der Führung wohl die modernste Fertigungsstraße in Europa und das glaube ich ihm sofort. In einer Halle von ca. nem Kilometer Länge und 500m Breite arbeiten nur 180 Mitarbeiter und den Rest machen vollelektronisch nur noch Roboter. Das Beeindruckende dabei ist, dass die Karossen nicht einheitlich, sondern bunt gemischt, Limo oder Caravan auf dem Band vorhanden sind und die Roboter selbständig an hand Scancodes wissen welche Teile sie anbringen müssen. Die neue Technologie setzt dabei mehr auf Kleben statt Schweißen – sehr interessant, man könnte sich das stundenlang anschauen. Im gleichen Wege, etwas später in der Fertigungsstraße, werden die Karossen inkl. Türen in den entsprechenden Farben lackiert. Danach von der Karosse demontiert damit in der Endmontage mehr Platz ist, mit den entsprechenden Bauteilen versehen und bei der Endmontage in der anderen Halle wieder montiert, um das Fahrzeug zu kompletieren.
Weiter ging es in die Halle der Endmontage, in der Motoren (unzäääählige *sabber* fast fertig montiert, aus dem Werk in Kaiserslautern, angeliefert werden, genauso wie Karosserieteile, Auspuff usw. Dies alles wird zusammen montiert und für die Hochzeit vorbereitet.

Hochzeit bedeutet die Vereinigung zwischen Motor und Karosse, was in der dieser Halle voll automatisch abläuft. Die Karosse senkt sich Millimeter genau von oben über die vorher montierten Teile ab, wärend kleine Roboterarbe mit Zangen, Federbeiner und alle anderen wichtigen Dinge entsprechend positionieren, so das sich Karosse und Boden nahtlos zusammenfügen. Sogar die Schrauben werden von Robotern automatisch angezogen und somit ist die Vereinigung komplett. Danach werden nur noch die entsprechenden Bauteile wie Radkästen, Stoßstangen von Hand angebracht und in Kürze steht ein neuer Opel Insignia auf dem Hof, der nun zur Endkontrolle muss.

BEEINDRUCKEND sage ich nur.

Leider durfte man nur in letzten Station der Führung, , der Classic Halle Bilder machen. Hier werden alte Opel Modell gesammelt und restauriert. Auf jeden Fall ein toller Abend.